TV vom 29.09.2017

(Sirzenich) Zweimal Pokal und Liga: Der SV Sirzenich mischt noch in drei Wettbewerben mit.



Sirzenich (L.S.) A-Ligist SV Sirzenich schreibt Geschichte: Zum ersten Mal in der Club-Historie zog der Aufsteiger in das Achtelfinale des Rheinlandpokals ein. Doch die Dreifachbelastung von Meisterschaft, Verbands- und Kreispokal fordert ihren Tribut. Trainer Helmut Gorholt gehen die Spieler aus.

Bei Gorholt schwingt auch mit gut einer Woche Abstand nach dem 3:2 gegen den Bezirksligisten SV Leiwen-Köwerich noch Euphorie mit. "Die Jungs haben eine Riesenmoral bewiesen und eine Riesenleistung gezeigt." Dabei hätte der Mann des Sirzenicher Triumphes beinahe gar nicht auf dem Platz gestanden. Tim Brandscheid wurde eigens von Co-Trainer und Betreuer Max Huber aus Kaiserslautern chauffiert. Der 22-jährige studiert in der Barbarossastadt und ist normalerweise unter der Woche gar nicht greifbar. "Es ist eine Riesensache, dass Tim dabei sein konnte", freute sich Gorholt über die ungewohnte Abholaktion. Brandscheid verursachte mit dem 3:2-Siegtreffer in der 80. Minute, als er per Volleyschuss aus 20 Metern in den Giebel traf, bei den eigenen Fans gestenreiche Freudensprünge.

Mit Leiwen schaltete der A-Liga-Aufsteiger bereits den dritten Bezirksligisten aus. Doch der Einzug in die Runde der letzten 16 hinterließ auch unangenehme Begleiterscheinungen. Dem Coach gehen langsam die Spieler aus. "Momentan pfeifen wir aus dem letzten Loch. Wir sind ja auch im Kreispokal noch drin und spielen am kommenden Mittwoch bei Ruwertal II. Der Stress ist riesengroß." Gegen Leiwen verließ Aleks Klodt mit Muskelfaserriss den Platz und fällt womöglich vier Wochen aus. Aktuell muss der Trainerfuchs mit Markus Borne (Grippe), Stefan Erasmy (Kreuzbandriss), Tillmann Schweitzer (Syndesmosebandabriss), Luca Bierbrauer (Knie), Benedikt Hoff (Rückenprobleme), Jens Kreber (muskulär) und jetzt Klodt sieben Stammspieler ersetzen.
Gegen Leiwen haben zudem Bo Liedke und Alex Ziewers gefehlt. Für Torwart Borne rückte jetzt Rafael Bernacisko wieder zwischen die Pfosten. Der frühere Olewiger agierte sieben Wochen mit Sprunggelenkecksprengung nur als Zaungast. "Der Kräfteverschleiß macht sich bemerkbar", berichtet Gorholt.

Mit Peter Haffinger kehrte vorige Woche ein Leistungsträger aus früheren Bezirksligazeiten zurück. Der 32-Jährige war sieben Jahre lang beim hessischen A-Ligisten FT Wiesbaden aktiv. Aus der zweiten Mannschaft machte Arthur Maier ein "Bombenspiel als zentraler Mittelfeldspieler", so Gorholt.

Geht das Pokal-Märchen jetzt auch gegen den Rheinlandligisten SG 99 Andernach weiter? Voraussichtlich am Mittwoch, 18. Oktober, ab 19.30 Uhr, wird es eine Antwort auf diese Frage geben.

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