Der (Pokal)-Wahnsinn setzt sich fort

Sirzenich wirft auch Kyllburg im Rheinlandpokal raus


Udelfangen. Der SV Sirzenich hat gestern Abend in Udelfangen seinen Ruf als Pokalschreck erneut unter Beweis gestellt und eliminierte Bezirksligist SG Kyllburg aus dem Verbandspokal. Der A-Liga-Spitzenreiter setzte sich vor 200 Zuschauern in der 2. Runde mit 3:1 gegen die Gäste durch. Nach ausgeglichener erster Halbzeit brachte Peter Grundheber nach Vorarbeit von Aleks Klodt zum psychologisch günstigen Zeitpunkt kurz vor der Pause den SVS in Front (41.).

Kyllburg wurde zwar nach Wiederbeginn stärker, doch ein Seitfallzieher Marke Tor des Monats von Luca Bierbrauer brachte den A-Ligisten mit dem 2:0 (69.) auf die Siegerstraße. Tim Brandscheid hatte sich auf der rechten Seite ganz energisch durchgesetzt. Der klassenhöhere Bezirksligist verkürzte durch Damian Machon auf 1:2 (77.), doch die sich nun bietenden Konterräume nutzte der SVS acht Minuten vor Schluss durch Luca Bierbrauer zum 3:1. Ein Freistoß aus dem rechten Halbfeld trudelte an Freund und Feind vorbei ins lange Eck.

Trainer Helmut Gorholt war begeistert: „Nach Schoden haben wir mit Kyllburg jetzt schon wieder zwei Ex-Rheinlandligisten aus dem Pokal geworfen. Kyllburg hat in der ersten Halbzeit sehr vorsichtig gespielt und nicht alles riskiert. Wir haben unser Ziel, eine Runde weiterzukommen, absolut verdient erreicht. Denn wir hatten durch Aleks Klopdt und Alex Ziewers noch zwei Pfostenschüsse und ein Kopfball von Julio Ngangu wurde erst der auf der Linie geklärt.“ Kyllburgs Trainer Thomas Schon suchte den Grund für die Niederlage nicht nur im durch etliche Ausfälle bedingten abgespeckten Kader: „Nach dem Tor zum 1:2 waren wir etwas offener und haben dann das dritte Gegentor bekommen. Sirzenich war der erwartet starke Gegner. Jetzt können wir uns aber auf die Bezirksliga konzentrieren.“ (L.S.).

Jubel beim SV Sirzenich über das Erreichen der dritten Runde im Rheinlandpokal: die SG Kyllburg wurde mit 3:1 bezwungen.