„Ein Sieg des Willens und der Moral.“ Sirzenichs Trainer Tillmann Schweitzer brachte es nach den hart erkämpften drei Punkten der Rot-Weißen bei der SG Pölich-Schleich auf den Punkt. Und Coach Elmar Klodt sah sich vor allem auch angesichts der Tatsache, dass sein Team personell auf der letzten Rille lief, im Nachhinein bestätigt: „Das erwartet schwere Spiel.“ Mit dem 3:1 beim Tabellenletzten festigt der SV Sirzenich den dritten Tabellenplatz und bleibt dem Führungsduo an der Spitze dicht auf den Fersen – verdienter Lohn für zuletzt 16 Punkten aus den sechs Spielen, in denen die Mannschaft nach dem Trainerwechsel mehr und mehr zusammengewachsen ist.

Kein Zweifel: Die Rumpftruppe des SVS beeindruckte vor 300 Zuschauern, darunter zahlreiche Anhänger aus Sirzenich, durch unbändigen Kampfgeist und einen spürbar guten Teamspirit. Auch wenn spielerisch noch Wünsche offenblieben, so kämpfte doch einer für den anderen, kein Ball wurde verloren gegeben. In den ersten 45 Minuten neutralisierten sich beide Teams weitgehend, es gab viele Duelle im Mittelfeld, Torchancen waren Mangelware. Sirzenichs Abwehr um Kapitän Julio Ngangu stand sicher. Dennoch war Trainer Elmar Klodt mit dem, was er bis dahin gesehen hatte, nicht ganz zufrieden: „Wir spielen dem Gegner, der nur mit langen Bällen operiert, in die Karten“, monierte er in der Pausenansprache.

Das änderte sich nach dem Seitenwechsel. Mit ein Grund: Die Einwechslung des jungen Jakob Ditter, der in die Spitze beordert wurde und dort für Belebung sorgte. Doch zunächst gingen die Gastgeber nach knapp einer Stunde mit 1:0 in Führung. Jetzt war der SVS offensiv gefordert. „Gut, dass uns nurDas änderte sich nach dem Seitenwechsel. Mit ein Grund: Die Einwechslung des jungen Jakob Ditter, der in die Spitze beordert wurde und dort für Belebung sorgte. Doch zunächst gingen die Gastgeber nach knapp einer Stunde mit 1:0 in Führung. Jetzt war der SVS offensiv gefordert. „Gut, dass uns nurwenig später der Ausgleich gelungen ist. Das hat uns in die Spur gebracht“, analysierte Tillmann Schweitzer nach der Partie. Was war passiert? Tim Gottung ging nach einem langen Pass auf der rechten Seite auf und davon und schickte das Leder an dem ihm entgegenstürzenden Torwart vorbei ins lange Eck (63.). Die Gäste wurden nun wesentlich sicherer. Jakob Ditter hätte nach 70 Minuten das 2:1 erzielen können, ja müssen, verfehlte aber freistehend vor dem Keeper der Gastgeber das Ziel knapp.

Besser machte es sieben Minuten vor dem Ende Tim Brandscheid, der am 5-Meter-Raum stehend aus allerdings abseitsverdächtiger Position einnetzte. Die Entscheidung in der Nachspielzeit: Ähnlich wie beim 1:1-Ausgleich war die rechte Pölicher Flanke reichlich offen, als Tim Brandscheid einen langen Pass aufnahm, in den Strafraum eindrang und – statt selbst abzuschließen – geschickt verzögerte, um dann den mitgelaufenen Jakob Ditter zu bedienen, der das Leder aus sechs Metern ganz cool einschob und sich für eine engagierte Leistung belohnte. Der Deckel war drauf, die Erleichterung allenthalben sichtbar. Das Kaltgetränk hatte sich die Mannschaft auf dem sonnenüberfluteten Rasen unweit der Mosel redlich verdient! (-jf-)